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Regattaherbst in Bille, Würzburg und Fari-Cup in Hamburg

Nach den erlebnisreichen und trainingsintensiven Sommerregatten kehrte ab Oktober etwas Ruhe in den Trainingsalltag der Hoyaer Mastersruderer. Es galt noch 3 Herbstregatten zu bestreiten, alles Regatten, an denen wir auch in den vergangenen Jahren teilgenommen hatten. Leider ohne unseren Youngster Maddin, da diese Regatten nur für Großboote ausgeschrieben sind. Am 8. Oktober waren wir zu Gast bei der Rudervereinigung Bille, die Regattastrecke führt auf der Bille einmal um die Billhuder Insel, alles ganz idyllisch gelegen, man könnte es dort gut aushalten, müsste man nicht so angestrengt rudern. Von 33 gestarteten Mixed- Doppelvierern aller Altersklassen, das Durchschnittsalter der jüngsten Mannschaft war 28 Jahre, das der ältesten 64 Jahre haben wir den 5. Platz belegt und nach Einberechnung eines Korrekturfaktors- sogenannte Formel S -, der unser Durchschnittsalter berücksichtigt, lagen wir sogar auf Platz 1! Am traditionellen Matjesessen nahmen wir nicht teil, wir zogen es vor, zusammen mit Poly, unserer Steuerfrau Hanna und deren Freundin Maj im Café Paris in Hamburg City einzukehren und die leckersten Speisen wohlverdient zu genießen. Am Ende dieses erfolgreichen Tages gelang es, Maj zu überreden, uns in Würzburg als Steuerfrau zu unterstützen. Irgendwie haben wir Maj wohl schwer beeindruckt, denn sie musste immerhin die Bahnstrecke KIEL- WÜRZBURG hin und zurück auf sich nehmen, nur um uns 20 Minuten zu steuern. Respekt!
Am Samstag, den 15.Oktober waren wir dann in Würzburg bei der Bocksbeutel- Regatta, die Strecke von Randersacker nach Würzburg ist etwa 4,5 km lang, der Main fließt gemächlich durch die Weinberge, eine herrliche Kulisse mit Festung, Käppele, Löwenbrücke und mehr, es gäbe auch hier genug zu gucken, wenn man denn könnte! Um einer bekannten Renngemeinschaft, die immer etwas schneller als wir durchs Ziel rudern, zu entgehen, starteten wir in der Altersgruppe D, hatten also Gegner, die im Schnitt 5 Jahre jünger sind als wir. Unsere Steuerfrau Maj hat alles aus uns rausgeholt, aber trotzdem verloren wir unser Rennen mit 1 Sekunde gegen eine Mannschaft vom Ruderverein Weser Hameln. Eine Stunde später starteten Werner und Jochen noch im Doppelzweier, belegten aber auch dort mit einem ebenfalls denkbar kurzem Abstand von 2 Sekunden „nur“ einen 2. Platz, die Anstrengung des ersten Rennens steckte ihnen noch in den Knochen. Die Bocksbeutelregatta verbreitet ein fast südländisches Flair, der Franke an sich ist ein sehr freundlicher, offener Menschenschlag, wir fühlen uns immer sehr wohl dort. Alles in Allem verbrachten wir ein tolles Wochenende in Würzburg und Umgebung, genossen fränkisches Essen, Bocksbeutel und bayerisches Bier. Auch der Cocktailabend im „Alten Kranen“ erfuhr ein Revival, wobei Maddin natürlich sehr fehlte!
Unser letztes Rennen des Jahres war wie immer der Fari-Cup auf der Außenalster in Hamburg, auch ein sehr, sehr schönes Revier. Steuerfrau war dieses Mal unsere altbewährte Hanna. Als Gegner schlug nun Wilken mit seiner Renngemeinschaft Emil Putz, Jutta Lolies und Sabine Chavez-Torres auf. Wilken hatte immer noch eine Rechnung offen mit uns, hatten wir ihn doch mit seiner Vereinsmannschaft bei unserer ersten Fari-Cup Teilnahme anno 2012 eindeutig geschlagen. Jetzt hatte er „aufgerüstet“ und sein Kalkül ging auf, obwohl wir uns mächtig ins Zeug legten, schlug er uns mit seinen „Rittern“ mit 11 Sekunden. C`est la vie! Hanna hat uns toll durchs Rennen gebracht und wir freuen uns immer wieder, wenn die jungen Frauen uns mit Herzblut steuern. Und: wir dürfen nicht vergessen, dass wir als reine Vereinsmannschaft gegen Renngemeinschaften, die sich wohl kalkuliert zusammensetzen, nur eine klitzekleine Chance haben.
Aber: jetzt fängt unser Wintertraining an und Poly wird uns hart rannehmen, damit wir im nächsten Jahr noch besser auftreten können.

Karin Jülke