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DRV Masters-Championat in Werder(Havel) am 11. und 12. Juni 2016

Bereits am Freitag, 10. Juni 2016, machten sich die Masters auf den Weg nach Werder an der Havel um erste Erfahrungen auf der 1000 m-Strecke zu machen. Gleich nach der Ankunft wurde der Vierer aufgeriggert und die Strecke in dem bis dahin noch unbekannten Albano-System mehrfach abgefahren. In dieser Trainingseinheit wurde das strömungsfreie Gewässer getestet und Karin, die ja den Doppelvierer ohne Steuermann mit dem Fuß steuern muss, bekam ein Gefühl dafür, wie man möglichst ohne Bojen-Berührungen durch die Bahn kommt.
Am Samstag ging es dann bei schönstem Ruderwetter und besten Bedingungen um 10.05 Uhr für Karin, Werner, Kerstin und Jochen im ersten Rennen der Regatta an den Start! Obwohl die vier vom  Altersdurchschnitt der Altersgruppe E angehören, mussten sie sich in diesem Rennen gegen jüngere Ruderer der Altersgruppe D behaupten. Gemeldet hatten 8 Boote und gestartet wurde in 2 Abteilungen. Mit der Startnummer 8 hatte unsere Mannschaft in der 2. Abteilung mit 2 weiteren Booten zu kämpfen, da der Segeberger Ruderclub abgemeldet hatte. Bereits am Start machte sich die Aufregung der Vier bemerkbar und es dauerte 250 m, bis das Boot einigermaßen lief. Nachdem auch noch mit kleinen Steuerproblemen zu kämpfen war, kam die Mannschaft hinter dem RC Oberhavel Hennigsdorf und der Renngemeinschaft Hannoverscher RC/ Osnabrücker RV als Drittes Boot ins Ziel. In diesem Rennen machte sich die noch fehlende Rennerfahrung auf dieser Strecke bemerkbar. Danach musste Martin es im Einer, Altersgruppe A mit 5 Gegnern aufnehmen. Man merkte ihm an, dass er in Bremen und Otterndorf bereits die 1000 m-Strecke gerudert hatte. Martin fuhr ein mutiges Rennen gegen namenhafte Gegner und kam mit Kontakt zur Spitze als Vierter ins Ziel. Zwei Ruderer von der RG Grünau konnte er dabei hinter sich lassen. Um 14.15 Uhr starteten Werner und Jochen im Masterdoppelzweier Altersgruppe F. Die Meldung zu diesem Rennen war nur als Alternative gemeldet worden, da der Master-Mixed-Doppelvierer im Gig-Boot an diesem Tag ohne Gegenmeldung nicht zustande gekommen war. Große Chancen hatten sich Mannschaft und Trainerin gegen das erfahrene Doppel aus Sorpesee/Eutin (Emil Putz und Wilken von Behr) nicht unbedingt ausgerechnet und so gingen die beiden Hoyaer relativ entspannt an den Start. Nach einem eher verhaltenen Start kamen Werner und Jochen immer besser in Schwung und holten Meter für Meter auf das führende Boot auf. Angefeuert von der am Ufer stehenden Rest der der Truppe fuhren die beiden einen tollen Endspurt (Schlagfrequenz 37!) und wurde mit einem Rückstand von nur 0,7 Sekunden (!) knapp Zweiter. Damit hatte im Voraus keiner gerechnet! Nach einer ausgiebigen Erholungspause im Hotel, wurde Hanna Fischer, die kurzfristig mit dem Zug nach Werder nachgereist war, vom Bahnhof abgeholt. Sie sollte am Sonntag mit all ihrer Erfahrung den Master-Mixed-Gig-Doppelvierer C steuern. Gemeinsam wurde dann draußen in einem Restaurant auf dem Marktplatz von Werder Abendbrot gegessen . Danach fuhren wir zurück in unsere Hotels und fielen alle zufrieden, aber ziemlich kaputt, in unsere Betten.
Am Sonntag hieß es wieder früh aufstehen. Um 9.55 Uhr war der Start des Masters-Männer-Doppelvierer, Altersklasse F. Werner und Jochen fuhren in diesem Rennen gemeinsam mit Wilken von Behr (Germania RV Eutin) und Emil Putz (RC Sorpesee). Trotz einiger Steuerprobleme mit Bojen-Kontakt war auch hier der Rennausgang sehr knapp. Nur 1,9 Sekunden hinter der Renngemeinschaft Berliner RC/RK am Wannsee7ESV Schmöckewitz kam unser Vierer als Zweiter ins Ziel. Bleibt abzuwarten, was diese Mannschaft bei einem optimaleren Rennverlauf noch leisten kann. Das letzte Rennen mit Hoyaer Beteiligung war dann der nachgemeldete Masters-Mixed-Gig-Doppelvierer Altersklasse C (!) über 500 m. Auch hier hatten es Karin, Werner, Kerstin, Jochen und Steuerfrau Hanna mit jüngeren Gegnern zu tun. Der Zieleinlauf war denkbar knapp und unser Vierer belegte hinter den beiden Renngemeinschaften aus Bremen und Verden mit einem Rückstand von 2,7 Sekunden zum ersten und nur 0,4 Sekunden zum Zweiten den dritten Platz.
Zufrieden mit allen Ergebnissen und ziemlich kaputt wurden schnell die Boote abgeriggert, auf den Anhänger geladen und sich auf den Heimweg gemacht. Gegen 20.00 Uhr waren dann alle wieder zuhause. Es konnten viele wichtige Erfahrungen für die kommenden Regatten in Bremen und München gesammelt werden und das Fazit fiel sowohl bei den Ruderern als auch bei der Trainerin sehr positiv aus.


Andrea „Poly“ Fischer